Und die Moral von der Geschicht: suche Moral irgendwo anders, in der Synagogen-Gemeinde nicht!

Hier ist die Liste der Manipulationsvorwürfe:

 


5. Das Gemeindeblatt (Mai-Ausgabe) wurde massiv zur Eigenwerbung des Vorstandes missbraucht. Das man zwei Ausgaben innerhalb von vier Wochen bekommt, ist schon eine Nummer. Ein Appell an die Gemeindemitglieder, wählen zu gehen, erinnert sich mehr ein Werbeplakat als ein Aufruf. Alle vier Vorstöße gegen die Chancengleichheit sind hier beschrieben.
Auch in der April-Ausgabe hat sich der Vorstand gerne mit der ehemaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft posiert (Seite 4, 5). Es wird auch behauptet, dass die Erhöhung der staatlichen Unterstützung ohne unsern Vorstand nicht möglich wäre „Der Weg dahin war schwer. Wir vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln haben es uns zum Ziel gemacht, ein für Köln zukunftsorientiertes Vertragswerk zu erreichen. Dazu hatten wir im Vorfeld bereits die anderen partizipierenden Landesverbände nach Köln eingeladen, um die Vorgehensweise abzustimmen.“ Es wird wieder ein Eindruck erweckt, dass ohne diesen Vorstand wäre die Gemeinde nicht überlebensfähig. Die benannten Texte finden Sie hier.
Übrigens, die andere Kölner Jüdische Gemeinde (Gescher LaMassoret e.V.) wird auch vom Land unterstütz. Aber darüber sagt keiner… 

4. Veranstaltung im Begegnungszentrum Chorweiler am 03.05.2017, 18 Tage vor der Wahl.

Eine geheimgehaltene Veranstaltung mit Buffet, genau da wo sehr viele Wählerinnen und Wähler wohnen. Die Gemeindemitglieder werden zu einem persönlichen Gespräch mit dem Vorstand und den Specher der Gemeindevertretung eingeladen, um die persönlichen Wünsche zu äußern und eigene Probleme zu besprechen. Eine ähnliche Veranstaltung hat es vorher so noch nie gegeben. Alle Einzelheiten finden Sie hier.

3. Kostenlose Mazzot an die ALG II-/Sozialhilfeempfänger (zu bemerken, die Gruppe ist die Hauptwählergruppe). In diesem Jahr wurden alle Mazza-Packungen mit einem Aufkleber, der die Namen der vier Vorstandsmitglieder trägt, versehen. Die Bilder dazu

2. Es war und ist immer üblich, zu Simchat Thora und zu Chanukka Tüten an die Kinder, und nur an die Kinder, zu verteilen. Jetzt im Vorfeld der Wahlen verteilt dieser 4-Vorstand plötzlich Purim-Tüten mit seinen Namen; und zwar sowohl an Gemeindemitglieder (und hier besonders in den Begegnungszentren) als auch an jüdische Angestellte.

1. Der Vorstand hat allen Mitarbeitern-Innen von Verwaltung, Kindergarten, Sozialabteilung und Friedhof 2 kostenlose Urlaubstage zu Pessach geschenkt; und zwar als „Dank für geleistete Arbeit“. So etwas hat es in den vergangenen 30 Jahren noch nie gegeben.


Im Jahr 2011 hat sich der Wahlausschuss schon gegen den Missbraucht protestiert:

Protest gegen Gemeindeblatt

An den Vorstand und die Repräsentanten der Synagogengemeinde Köln!

Wiederholt haben wir den Vorstand und den Geschäftsführer der SGK schriftlich aufgefordert, das Gemeindeblatt nicht zur Wahlwerbung zu missbrauchen. Trotzdem wurde in den letzten beiden Ausgaben des Gemeindeblattes massiv versucht, einseitig Einfluss auf die Wahlentscheidung der Gemeindemitglieder im Sinne des Vorstandes zu nehmen. Der Vorstand als verantwortlicher Herausgeber des Gemeindeblattes hat damit die von ihm verlangte Neutralität eindeutig verletzt und mutwillig die Gültigkeit der Wahl gefährdet. Wir als Wahlausschuss können dieses unfaire Verhalten nicht ignorieren und bekunden hiermit unseren Protest.

Der Wahlausschuss


Die Wahlen im Jahr 2006 wurden für ungültig erklärt und im Jahr 2008 wiederholt.

Selbstverständlich ohne jeglichen Konsequenzen. Wer trägt die Verantwortung für den finanziellen Schaden der Gemeinde? Image-Schaden? Keiner…

In dem Beschluss des Gerichtes stehen auch diese Wörter „Der Vorsitzende appellierte an Parteien, gegenseitig Respekt und Fairness unter anderen auch bei der Vorberatung und Durchführung der Wahlen zu wahren.“ 

Falls jemand denkt, dass die hier beschriebene Vorgehensweise ein Zufall ist, irrt sich gewaltig. Wenn die Anzahl der neuen Kandidaten ein potenzielles Gefährt darstellt, werden alle Ressourcen der Gemeinde  zum Machterhalt des Vorstandes eingesetzt.

Wie Sie sehen, reagiert man in dieser Gemeinde nicht an irgendwelche Proteste irgendeiner Kommission oder irgendwelche Appelle irgendeines Gerichts...